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30. September 2014

Schließung der Gemeinschaftsschule Großrosseln hätte verhindert werden können

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag kritisiert die geplante Schließung der Gemeinschaftsschule Großrosseln. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: „Wir haben bei der Landtagssitzung letzte Woche einen Entwurf für eine Änderung des Schulordnungsgesetzes eingebracht. Hätte die Große Koalition dem zugestimmt, hätte diese Schließung verhindert werden können. Denn gerade kleine Schulen wie die in Großrosseln brauchen Zeit, sich zu entwickeln, das Profil zu schärfen und Schülerinnen und Schüler zu werben. Diese Zeit will diese Landesregierung ihnen aber nicht zugestehen.“ Der Entwurf sah vor, den Bestandsschutz für Schulen, insbesondere für die aktuell gefährdeten Gemeinschaftsschulen, von zwei auf fünf Jahre zu erhöhen. So war es schon vor der Gesetzesänderung 2012 geregelt und auch im Gesetzes-Entwurf  der „Jamaika“-Koalition 2011 vorgesehen. „Die Leidtragenden sind nun die Schülerinnen, Schüler und Eltern in Großrosseln – aber es ist schon jetzt klar, dass weitere Gemeinschaftsschulen geschlossen werden müssen, wenn CDU und SPD weiterhin eisern an den bestehenden Regelungen festhalten. Wer eine neue Schulform wie die Gemeinschaftsschule einführt, der muss ihr aber auch Zeit zum Aufbau lassen und kann nicht schon nach zwei Jahren mit der Schließung drohen. " Gerade angesichts der neuen Initiative saarländischer Eltern gegen das Abitur nach nur acht Jahren weiterführender Schule müsse die Landesregierung eine echte Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 sicherstellen. Dies könne aber nicht gelingen, wenn nach und nach Gemeinschaftsschulen im ländlichen Raum schließen müssen.